Graffiti (25.07.2013)

 

 

Graffiti

(25.07.2013)

 

 

Bilderflut in allen Gassen.

Man kann sie lieben oder hassen!

Hinter so manchem Vandalismus

steckt grenzenloser Euphemismus.

Alle Farben sind vertreten.

Doch niemand hat darum gebeten.

Die grauen Wände zu verzieren

und irgendetwas hinzuschmieren.

Manches ist schon wahre Kunst.

Vieles nur Sprühnebeldunst.

Worte, oft nicht zu entziffern.

Von Schnüfflern oder echten Kiffern.

Viele kunstvolle Fassaden,

mit hirnlosem Extrakt beladen.

Dazwischen aber Meisterstücke,

in einer gut versteckten Lücke.

Oft ist auch vom Lack bedeckt,

was hässliches darunter steckt.

Bei manchen Bildern fragt man sich,

auf Grund des Orts unweigerlich,

Ob hier der Sprayer mit viel List,

beim Anbringen geflogen ist.

Wenn an meterhohen Wänden,

Kritzeleien die Mauern schänden.

 

Ich weiß nicht, was ich sagen soll.

find manches schrecklich, manches toll.

Man sollte trotzdem nicht mit Dosen,

gegen das Gesetz verstoßen.

Doch eine Stadt sollte erstreben,

den Künstlern ihren Raum zu geben.

So viele nackte, kahle Mauern.

Langweilig und zu bedauern.

 

Lasst die Künstler sich entfalten,

und diese Flächen neu gestalten.

Nutzt das große Potential,

und macht das Sprayen dort legal!

Ein Bild das lebt, wird dann entstehen.

Immer neues gibt's zu sehen.

Ein Bilderbuch für diese Stadt,

und niemals nicht, sieht man sich satt.

Ich möchte diese Lanze brechen,

doch auch ihr Sprayer müsst versprechen,

dass ihr die Grenzen akzeptiert

und nicht mehr wahllos sprüht und schmiert.

Zeigt uns, was ihr im Herzen tragt,

indem ihr es mit Bildern sagt.

 

 

 

 

Florian Greuling

 

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