Feen und Eichen (22.04.2013)

 

 

Feen und Eichen

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(22.04.2013)

 

 

Es stand einmal im kleinen Wäldchen,

eine Eiche, hart und fest.

Bis eine Fee sie dort besuchte,

von der sie zart sich blasen lässt.

 

Immer stärker wird der Sturm,

weht um den Stamm und seine Spitze.

Die Eiche biegt und windet sich,

presst frisches Harz aus einer Ritze.

 

Die Fee, begierig nach dem Safte,

wird wilder, voller Überschwang.

Angesteckt von diesem Rhythmus,

fängt auch das Holz zu ächzen an.

 

Die Eiche schwankt im seichten Winde,

die Fee bläst still und gänzlich stumm.

Am Ende fällt der harte Stamm,

dann doch so weich wie Butter um.

 

 

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Florian Greuling

 

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