Delirium (28.07.2013)

 

 

Delirium

(28.07.2013)

 

 

Delirium im faden Wechsel.

Traumloser Schlaf wird zum Träumen im Wachzustand.

Geistige Abwesenheit ist körperliches Anwesendsein.

Unwissenheit.

Was ist, wird zum Wissen, was war.

Der Verstand dreht sich im Kreis

und das Gestrige ist zum undurchdringlichen Jetzt mutiert.

Die Augen sehen, erkennen aber nicht.

Die Ohren hören, aber verstehen nicht.

Die Hände spüren, doch sie wissen nicht, was.

Der Mund spricht, aber niemand weiß, worüber.

Das Gehirn will laufen, tanzen und leben.

 

Der Körper protestiert mit Ignoranz.

"Rien ne va plus" - Nichts geht mehr.

Leider zu alt, wird im Alter zu Leid.

 

 

Florian Greuling

 

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