Wie viele Stunden? (18.02.2012)

 

 

Wieviele Stunden?

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(18.02.2012)

 

Eine Spur der Tränen zeichnet mein Gesicht,

doch du bist zu weit weg und siehst es nicht.

Der Graben der uns trennt ist noch viel zu tief,

von den Geistern gebaut, die ich zu mir rief.

Ich wollte noch mehr, doch ich gab dir nie viel.

Ich allein schuf die Regeln für unser Spiel.

Ich tat es aus Liebe, ich tat es für dich

"Es war doch so richtig", das dachte ich.

Warum war ich so dumm und sah es nicht?

Ich führte mich selbst dabei hinters Licht.

Erst als du weg warst, wurde mir klar,

dass es diesmal ein Abschied für immer war.

Schon so viele Stunden seit diesem Tag,

in denen ich Nacht um Nacht wach lag;

in einer Welt, die mich deshalb verstößt,

ich fühle mich nackt und vor allen entblößt.

Ich beginne zu zweifeln an meinem Verstand,

meine Regeln jedoch hab ich längst verbrannt.

Der Feuerschein wärmt mich auf dem langen Weg heim.

Ich nehme alles in Kauf, um wieder bei dir zu sein.

 

 

 

Florian Greuling

 

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