Kennenlernen (15.08.2012)

 

 

Kennenlernen

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(15.08.2012)

 

Zwei Menschen, die sich kennenlernen,

bei Nacht und unter tausend Sternen,

die sich auf Anhieb gut verstehen,

ein Stück von sich im Andren sehn.

 

Wenn Blicke übers Wasser gleiten,

sich Wellen um die Lichter streiten,

sie reflektieren das Himmelszelt,

öffnen das Tor zur andren Welt.

 

Die Stimmung, so geheimnisvoll

und die Geschichten wundervoll,

jeder weiß etwas zu sagen,

oder zu lauschen, ohne Fragen.

 

Ein Wort ergibt das Wort des Andern,

zusammen durch die Nächte wandern,

was einen prägte, rückt ins Licht,

in das des Mondes, weiß und schlicht.

 

Ein Windhauch streichelt übers Land,

bis er die Zwei am Wasser fand.

Er trägt von da an alle Kunde

und Worte ihnen aus dem Munde.

 

So unterhalten sich die Zwei,

doch bald schon ist die Nacht vorbei.

Der Tag streckt schon die Flügel aus,

der Laubwald spendet Schlußapplaus.

 

Bevor der letzte Vorhang fällt,

kehren sie zurück in ihre Welt.

Getarnt, in nachtschwarzem Gefieder,

sehen sie sich sehr bald wieder.

 

 

Florian Greuling

 

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