Armer Hase (07.04.2012)

 

 

Armer Hase

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(07.04.2012)

 

Ein kleiner Hase frisst nicht mehr

und muss mit Zwang gefüttert werden.

Der Magen schmerzt und drückt ihn sehr,

doch das sind nicht die Hauptbeschwerden.

 

Seine Liebste will ihn nicht,

und er begehrt sie doch so sehr.

Er sitzt mit traurigem Gesicht

seitdem im Eck und frisst nichts mehr.

 

Er wird getrennt von seiner Gruppe.

Um ihn zu retten, muss es sein.

Kräutermix statt Hühnersuppe,

bei Hasen muss es halt so sein.

 

Nach ein, zwei Tagen dann die Heilung.

Er frisst schon wieder ganz allein.

Doch war sie schlecht, die kurze Teilung.

Zuhause darf er nicht mehr rein.

 

Sie zanken sich und beißen ihn.

Sie woll´n ihn nicht mehr bei sich wissen.

Ihm bleibt nichts übrig, als zu fliehen,

und all die andren zu vermissen.

 

Er muss sich neue Freunde suchen.

Wer aufsteht, der verliert den Platz.

Es hilft nichts, alles zu verfluchen.

Viel Wahrheit steckt in diesem Satz.

 

Man kann auch von den Hasen lernen,

niemals hätte ich´s gedacht.

Den Schmerz kann man nicht gleich entfernen,

auch wenn man später drüber lacht.

 

Neue Freunde, neues Glück,

hat unser Hase schon gefunden.

Und drum schau´ einfach nicht zurück,

du musst dein Zukunftsglück erkunden.

 

 

Florian Greuling

 

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