Abwesend (12.02.2012)

 

 

Abwesend

(vorlesen lassen)

(12.02.2012)

 

Ich verliere mich...

Im Nebel meiner Gedanken verschwimmen die Konturen.

Ich bin nur noch ein Schatten im Hier und Jetzt.

 

Nebel steigt auf, umschlingt meine Stiefel

und wandert, mit kalten Fingern, an meinen Beinen empor.

Ich spüre die kalte Berührung, die immer höher wandert.

 

In Auflösung begriffen, gedankenverloren,

entflohen und schließlich angekommen.

 

Nur um festzustellen, dass mein Ziel ein anderes war.

 

Ich drehe mich um und sehe nichts,

gefangen zwischen zwei Welten.

 

Nur zwei weitere Dimensionen im endlosen Raum.

Nirgends ist man freier.

Grenzenlos eingeengt in einer Leere,

die still ist und einen doch auch anschreit auf ihre Weise.

 

Bewege dich,

denn Stillstand ist der Untergang,

so wie ich unterging im Nebel.

 

Ich bewege mich wieder, ich sehe Licht,

rot, heiß und was ich höre, ist Feuer.

Aus dem Licht entsteht ein Schatten im Nebel,

erst unscheinbar und ohne Form,

dann immer klarer werdend,

im schwindenden Dunst und aus dem Umriss wird ein Körper.

 

Ich bin wieder da und ich tanze ins Licht.

 

 

 

Florian Greuling

 

Eine Verwendung der Texte ohne Einwilligung des Autors ist nicht gestattet!