Ein Stück Leben (01.12.2012)

 

 

Ein Stück Leben

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(01.12.2012)

 

Ich lausche den Worten, die du mir offenbarst.

Ich lerne begreifen, wer du früher mal warst.

Die Vergangenheit nagt und kratzt unter der Haut,

manchmal heimlich und leise, manchmal stürmisch und laut.

 

Du fühlst dich alleine, auch wenn du es nicht bist,

ziehst dich zurück, weil es gut für dich ist?

Doch gerade am Tiefpunkt, solltest du statt nur Kissen,

eine Schulter an Schulter mit deiner wissen.

 

Eine Hand für die deine, die dich hält und dich stützt.

Einen Arm, der dich greift und vor Geistern beschützt.

Statt zu leiden, wirst du dann wieder lieben und leben,

kannst bedenkenlos nehmen, statt wie bisher zu geben.

 

Deine Narben sind stumm und doch sprechen sie Bände;

von Schmerzen und Qual, Leben kurz vor dem Ende.

Und doch warst du gerettet, durch jeden einzelnen Schnitt.

Du überlebtest nicht nur, sondern gerade damit.

 

Du schöpfst Kraft aus dem Schmerz, denn er holt dich zurück.

Heißes Pech auf der Haut, statt im Herzen das Glück.

Eine schlaflose Nacht reiht sich still an die andern.

Nur Chaos im Kopf und Gedanken die wandern.

 

Nach vorn und zurück, vom Bösen umkreist,

bis du das, was du wusstest, schon nicht mal mehr weißt.

Der erlösende Schlaf kommt zu dir erst am Morgen,

der Traum in der Nacht bleibt noch immer verborgen.

 

Doch es ändert sich bald, denn dein Weg führt ins Glück.

Nur ein einziges Ticket, denn es geht nicht zurück.

Du wirst leben und frei sein, von Fesseln und Knebeln,

und wirst dich und die Welt aus den Angeln hebeln.

 

 

 

Florian Greuling

 

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